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Peter Raske


    Wer einsam ist, der hat es gut,
    Weil keiner da, der ihm was tut.
    Ihn stört in seinem Lustrevier
    Kein Tier, kein Mensch und kein Klavier,
    Und niemand gibt ihm weise Lehren,
    Die gut gemeint und bös zu hören.
    Der Welt entronnen, geht er still
    In Filzpantoffeln, wann er will.
    Sogar im Schlafrock wandelt er
    Bequem den ganzen Tag umher.
    Er kennt kein weibliches Verbot,
    Drum raucht und dampft er wie ein Schlot.
    GeschĂŒtzt vor fremden SpĂ€herblicken,
    Kann er sich selbst die Hose flicken.
    Liebt er Musik, so darf er flöten,
    Um angenehm die Zeit zu töten,
    Und laut und krÀftig darf er prusten,
    Und ohne RĂŒcksicht darf er husten,
    Und allgemach vergisst man seiner.
    Nur allerhöchstens fragt mal einer:
    Was, lebt er noch? Ei schwerenot,
    Ich dachte lÀngst, er wÀre tot.
    Kurz, abgesehn vom Steuerzahlen,
    LĂ€sst sich das GlĂŒck nicht schöner malen.
    Worauf denn auch der Satz beruht:
    Wer einsam ist, der hat es gut. 

                        Wilhelm Busch
     


    Sie war ein BlĂŒmlein, hĂŒbsch und fein,
    Hell aufgeblĂŒht im Sonnenschein.
    Er war ein junger Schmetterling,
    Der selig an der Blume hing. 

    Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
    Und nascht und sÀuselt da herum.
    Oft kroch ein KĂ€fer kribbelkrab
    Am hĂŒbschen BlĂŒmlein auf und ab.
    Ach Gott, wie das dem Schmetterling
    So schmerzlich durch die Seele ging. 

    Doch was am meisten ihn entsetzt,
    Das Allerschlimmste kam zuletzt.
    Ein alter Esel fraß die ganze
    Von ihm so heiß geliebte Pflanze. 

                          Wilhelm Busch
     

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